Stand 24. Januar 2012
J A N U A R / F E B R U A R 2 0 1 2
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Es gibt solche und solche Probleme. |
Liebe Freunde,
auch von mir und an dieser Stelle ein gutes, neues Jahr!
Es gibt Regionen in der christlichen Glaubenswelt, da wird Weihnachten noch den ganzen Januar gefeiert. Deshalb ist es nicht schlimm, dass ich jetzt erst die Homepage umdekoriere. Und wenn unser Winter schon ausblieb, durfte es wenigstens auf meiner Homepage noch ein wenig winterlich sein. Und kalt ist es ja nun doch noch geworden.
Jetzt, wo es 2012 ist, steht freilich jede Menge anderer Arbeit an: Der neue Satireabend startet im Februar; für den Selbolder Fasching gehe ich zweimal in die Bütt, und dann drohen für den Frühling schon die Leipziger Buchmesse und hernach unser Theaterstück. Ich habe also wichtigeres zu tun, und zum Glück habe ich diese feine, kleine Heimseite, um es voller Freude liegenzulassen und aufzuschieben.
Herrgott nocheins, es ist doch jedesmal dasselbe mit Ihrem
Matthias Mayer
(...siehe auch Termine)
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Jetzt geht's los
Satireabend im Februar
Rückantwort vorprogrammiert heißt das neue Klugscheißerprogramm für 2012, und ich bin selber schon ganz gespannt, welche neuen Bücher und alten Witze ich vorstellen werde. Natürlich werde ich auch wieder auf meiner Mutter herumhacken. Das tut mir selber fast leid, aber dem Publikum gefällt's. Was soll ich machen?
Ich freue mich sehr auf Ihr Kommen, denn alle fünf Vorstellungen sind ausverkauft, einschließlich Gewächshaus Böckler.
Wenn Sie leider keine Karte mehr bekommen haben, dann können Sie es noch in der Gackeleia versuchen, dort führe ich das gleiche Programm Ende April noch einmal auf.
Weitere Tourneetermine für 2012 stehen noch nicht fest.
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Was Werbung alles durfte
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(...siehe auch Satireabend)
(...siehe auch Termine)
ab sofort...
...ist das Archiv passortgeschützt!
Das hat Copyright-Gründe. Als Newsletter-Abonnent kriegen Sie natürlich das Passwort zum Archiv (das ist die Rubrik Altes), aber somit ist es zumindest nicht mehr öffentlich, falls mir mal ein lizensiertes Bild durchrutscht.
(...siehe auch Altes)
(...Passwort anfordern)
auch wieder
SAT.1-Buchmesse-Einspieler wieder im Netz
Das kleine, sinnfreie Filmchen, das SAT.1 fürs Frühstücksfernsehen anlässlich der letzten Buchmesse produziert hat, ist nun wieder online. Peter Hetzel hat Ordnung gemacht auf YouTube, und diesmal sogar mit Anmoderation.
Für die Zukunft habe ich es auch auf der Presse-Seite untergebracht. Bis Hetzel halt das nächste mal aufräumt.
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Ob das urheberrechtlich abgesichert ist?
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(...siehe auch YouTube-Einspieler)
(...siehe auch Presse-Bereich)
Am 24. Januar
Die Oscar-Nominierungen werden heute bekanntgeben!
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Ende Februar folgt die Verleihung. Ich werde live dabei sein. Also in meinem Wohnzimmer.
(...siehe auch Homepage der Academy)
Januar-Ausgabe
BuchMarkt Printversion
Zum Ausklang des vergangenen Jahres machte die Katholische Kirche darauf aufmerksam, dass der Weltbild-Verlag zu viel Schweinkram im Sortiment habe. Das Problem hierbei war, dass die Kirche Eigentümer dieses Konzerns ist und sich nun schämt. Das hätte man sich halt mal früher überlegen müssen, denke ich.
Nun, Sie sehen schon, dass das Thema hübsch kontrovers ist, hübsch genug für mich jedenfalls. Lesen Sie meine Doppelseite aus der Januar-Ausgabe!
(...hier klappt die Doppelseite auf)
(...siehe auch BuchMarkt online)
...und hier, wie immer, meine drei Buchcover mit Röntgenblick:
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© Goldmann Verlag
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© Heyne Verlag
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© Herder Verlag
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nachmittags am 3. Advent
Weihnachtskonzert des Volkschores
Im Dezember hatte ich die Ehre, das Adventskonzert des Volkschores zu moderieren. Es hat viel Spaß gemacht; und die Presse schien ebenfalls überzeugt zu sein - ich hatte versprochen, die Kritiken noch nachzureichen.
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Stadtjournal Langenselbold
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Und so feiern die Katalanen also Weihnachten.
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(...siehe auch Bericht Mittelhessen-Bote)
(...siehe auch Bericht Hanauer Anzeiger)
(...siehe auch Bericht GNZ)
(...siehe auch Homepage Volkschor)
diesen Monat
Ausnahmsweise keine Buchrezensionen
Ich mache es mir mal einfach: Weil ich in den nächsten zwei Wochen mehrmals den ganzen Abend lang Bücher vorstelle (und vor allem, weil vorher noch die Homepage aufgeräumt sein soll), kürze ich dieses mal ein wenig ab und lasse es bleiben.
Die Bibliophilen unter Ihnen mögen mir bitte verzeihen.
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Aber lassen Sie es nicht am öffentlichen Eigentum aus.
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frisch auf dem Markt
nachwachsende Übersetzergeneration
Sie suchen eine junge, sprachlich feinfühlige, literarisch kenntnisreiche, talentierte, ambitionierte, intelligente und studierte Übersetzerin mit Presseerfahrung? Dann wenden Sie sich doch mal an Fabienne Pfeiffer, denn die sucht Sie.
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in letzter Zeit
Verstorben im Showbusiness
Zdeněk Miler Kleiner Maulwurf Miler war ein studierter Graphiker und Fotograf aus Prag, der in den 40ern in die Trickfilm-Studios des Bata-Konzerns eintrat. Der Bata-Konzern war ein tschechischer Alles-Konzern, der wegen seines extrem gut (oder extrem dreist) getarnten Krakenkapitalismus immer umstritten war. Aber sie hatten ein Trickfilmstudio, und Miler konnte sich alles nötige Handwerk aneignen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte er den Arbeitgeber und widmete sich auf einem kleineren Schreibtisch größeren Ideen. Das machte sich bezahlt, denn Miler wurde bald Zeichner, Autor und Regisseur, und später dann Direktor des Trickfilmstudios Bratři v triku.
Im Jahre 1957 geschah dann der kleine Schritt für den Zeichner, der ein großer Schritt für die Menschheit war: Miler suchte für einen Lehrfilm über Flachs (und wo sonst als in der Tschechei werden solche Perlen geschaffen?) eine sympathische Lehrfigur in Cartoongestalt. Und so schuf er (der Legende nach über einen Maulwurfshügel stolpernd) den kleinen Maulwurf. Der übrigens nur im Deutschen ohne Namen auskommen muss, denn eigentlich heißt er Krtek. Das bedeutet soviel wie „Maulwurf“. Der kleine Krtek hat nicht nur meine Kindheit mit seinen seltsam parallelweltlichen Wiesen-Abenteuern und seiner mesmerisierenden Quiekstimme versüßt, sondern ist auch heutigen Kindern noch ein Begriff. Das liegt sicher daran, dass Kulturschatzvermittlung von uns Kidults besonders ernst genommen wird.
Milers erster Maulwurf gewann in Venedig den silbernen Löwen; seine Bücher gehören zum Kanon der Kinderweltliteratur; er ist Träger der tschechischen Verdienstmedaille. Man kennt den Maulwurf in 80 Ländern, bei uns aus der Sendung mit der Maus. Als er von zehn Jahren 80 wurde, legte er den Zeichenstift nieder und ging in Ruhestand. Mit 90 Jahren starb er und hinterlässt ein Meisterwerk. | |  Zdeněk Miler 1921 - 2011 |
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William McKinney 1931 - 2011
| | Bill McKinney Mietbares Redneck-Gesicht McKinney war ein Landei aus Tennessee, das nach dem Koreakrieg nach L.A. stolperte, sofort dort kleben blieb und Schauspiel am Pasadena Playhouse studierte. Anschließend nahm er Stunden bei Lee Strasberg. Das Actor’s Studio gehörte ebenso zu den Pflichtstationen wie Kleinjobs beim Serienfernsehen. Egal wie klein die Jobs sind – solange die Serien was taugen, steht man nicht ganz so blöd da. Das war bei McKinney zwar durchwachsen, aber immerhin hatte er 1972 seine große Leinwandsekunde: In Beim Sterben ist jeder der Erste laufen eine Menge ekliger Hinterwäldler herum, und er war einer der härteren. Meistens sind es Filme wie Rambo oder Männerstarverhikel mit Jeff Bridges oder John Wayne, in deren Halunken-Arsenal ein Bill McKinney besetzt wird. Allein Eastwood hat ihn schon für sieben Filme gebucht.
Je leinwandprominenter der Nebenrollen-McKinney wurde, desto renommierter wurden seine Auftritte im TV: Die Rollen gerieten von Statist zu Stargast, und die Liste liest sich wie das TV-Who’s Who: Columbo, Starsky & Hutch, Ein Colt für alle Fälle und tausende mehr. Noch kurz vor seinem Tod arbeitete er mit 80 an einen Knabberspot.
Der zähe Kerl erlag seinem Krebs und starb mit 70 Jahren in einem Hospiz in Los Angeles. |
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Vera Birkenbihl Die Birkenbihl Birkenbihl war mehr als ein Name oder eine Person – Birkenbihl war eine Marke. Birkenbihl war eine Sachbuchmarke, später dann ein Medienunternehmen. Birkenbihl ist ein ganzes pädagogisches Konzept, das nicht ganz zufällig die Birkenbihl-Methode genannt wird. Der Trick ist das passive Zuhören. Das klingt, als sei es von zeitungslesenden Ehemännern beim Sonntagsfrühstück erfunden worden, aber es funktioniert viel besser.
Seit Ende der 60er Jahre verküpft die studierte Psychologin und Journalistin gewiefte Hirnforschung mit Lernprozessen und schlug damit zunächst in den USA ein wie eine Bombe. Im Laufe der 70er wurden ihre Vorträge und Seminare auch einem breiten deutschen Publikum bekannt; und das hirngerechte Lernen wird fürderhin auf ewig mit dem Namen Birkenbihl verbunden bleiben. Zumindest in Deutschland, zumindest für Sprachen.
Die Bestsellerautorin starb mit 65 an einer Lungenembolie. | |  Vera Felicitas Birkenbihl 1946 - 2011 |
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fakeFCKRemove  fakeFCKRemove Harry Bratsburg 1915 - 2011
| | Henry "Harry" Morgan Und wieder ein Urgestein Obwohl Morgan in über 100 Hollywood-Produktionen teils beachtliche Auftritte hatte, bleibt er auf der Mattscheibe unvergessen. Denn er war in Stahlnetz, aber er war auch der grundgütige, verschmitzte Colonel Sherman T. Potter in der sensationell guten Serie M*A*S*H (und wer die noch nicht kennt, hat echt etwas verpasst). Der Sohn skandinavischer Einwanderer war bereits in der Schule und der High School sehr clever und debattierbegabt, so dass alles auf eine Juristenkarriere hindeutete. Doch Juristen ist immer ein Hang zur Theatralik eigen, und zum Glück überwog der bei Harry Morgan. Der angehende Anwalt schwang also noch auf der Uni zum Schauspieler um.
Ende der Dreißiger Jahre war eine goldene Zeit für New Yorks Bühnen: Morgan arbeitet schon jung mit späteren Genies wie Elia Kazan oder Lee Strasberg zusammen. Der Sprung auf die Leinwand war zwangsläufig und folgte 1942. Von nun an war Morgan in Western, Krimis, Komödien und auch Westernkrimikomödien stets in wichtigen, entscheidenden Kleinrollen präsent. In den 70ern dann dicke zehn Jahre lang der Geniestreich M*A*S*H, zehn Emmy-Nominierungen und ein Emmy allein für Morgan. Er war in High Noon dabei; er spielte neben John Wayne und James Stewart, er hatte seinen Gastauftritt in den Simpsons.
Mit 96 starb er friedlich im Schlaf, zuhause in L.A. Zuerst nannte Harry Bratsburg sich Henry Morgan, dann stellte sich heraus, dass dieses Pesudonym schon vergeben war, also gab er dem Pseudonym noch ein Pseudopseudonym und addierte den „Harry“ in Anführungszeichen: Henry „Harry“ Morgan. So reparieren Skandinavier auch Autos. Hat halt auch schon mal seine Frau polizeireif verprügelt, aber das war in jungen Jahren, mit 82. Hat dann Besserung versprochen. |
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Gilbert Adair Schriftschotte Der schottische Autor wurde 1944 in Edinburgh geboren. Nach seiner Geburt wurde er 24, zog nach Paris und war plötzlich Schriftsteller. Zumindest, wenn man den Bruchstücken seiner Lebensläufe glauben kann. Er war nicht nur Autor, er war auch Dichter, Texter, Kritiker, Kolumnist. Und so wirkten seine Romane denn auch: so, als ob er beim Schreiben immer ein wenig mehr tut als schreiben. Der Anspielungsreichtum und die geradezu popkulturell-postmoderne Selbstreferentialität seiner Evadne-Mount-Krimis machten ihn zu einem amüsanten Autor, den man mir gerne empfiehlt. Man empfiehlt mir oft exzentrische, britische Autoren, aber Adair war mehr als das: Er war sozusagen der englische Harald Martenstein, nur in gut.
Neben seinen skurrilen Krimi-Panoptiken war er in den 90ern wöchentlich mit einer Kolumne in der Sunday Times. Er schrieb für Bertoluccis Die Träumer das Drehbuch, und er hat es geschafft, ein französisches Buch komplett ohne den Buchstaben "e" ins Englische zu übersetzen. Ich weiß nicht, wem das nützt, aber ich gebe zu, darin auch gerne mal blättern zu wollen (ISBN 1567922961).
Am Ende seines Lebens lebte er in London, wo er seit über einem Jahr an den Spätfolgen eines Schlaganfalls litt, erblindete, trotzdem weiterarbeitete und schließlich mit 67 starb. Lesen Sie ruhig Mord auf ffolkes Manor, das ist sehr gelungen. | | fakeFCKRemove  fakeFCKRemove Gilbert Adair 1944 - 2011 |
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fakeFCKRemove fakeFCKRemove  fakeFCKRemovefakeFCKRemove Walter Giller 1927 - 2011
| | Walter Giller Locker vom Hocker Volontariat, Regie-Assistenz, Ausbildung in Hamburg, Bühne. Ich sollte vielleicht noch Flakhelfer und Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg davorsetzen, aber erst nach dem Krieg und erst an der Bühne begann Walter Gillers berufener Lebensweg.
Als schüchterner, junger Herr von Nebenan wurde er eines der bekanntesten Gesichter der deutschen, bunten, aber harmlosen Nachkriegskomödien. Giller hatte das Zeug zum Charakterdarsteller (Rosen für den Staatsanwalt), aber verklemmt kam er am besten an und sicherte sich so seine Nische als Stichwortgeber der Großen. Giller war der Anti-Buchholz.
In den 70ern, als Comedy bedeutete, als Betrunkener im Fernsehsketchen aufzutreten, tat Giller auch das. In den 80ern legte er mit einem – wir würden heute sagen: - eigenen Comedy-Format nach: Locker vom Hocker, daran erinnert man sich.
Im Alter widmete sich Giller in Ruhe seinen Hörspielen, Büchern und wieder mehr der Bühnenarbeit.
Seit 1956 war er mit Nadja Tiller verheiratet; mit ihr lebte und arbeitete er bis zum Schluss. Das deutsche Traumpaar freute sich seines Gleichklanges nicht nur im Namensreim. Im Alter von 84 Jahren verstarb der Zwischentonmeister der deutschen Nachkriegs-Comedy in einer Seniorenresidenz, wo der er mit Nadja Tiller lebte. |
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Kim Jong-il Vollgestörter Machtschlumpf Der nordkoreanesische König Kim Jong-il ist tot. Er hatte dieses Amt von seinem Vater geerbt und gibt es nun seinerseits an seinen jüngsten Sohn weiter. Die Gewehrmonarchie tritt unter dem Künstlernamen Demokratische Volksrepublik Nordkorea auf und kam unter Jong-il zu großer künstlerischer Blüte.
Jong-il erfand zum Beispiel dutzende von Ämtern, denen er vorsitzen konnte; und Jong-il erfand sogar die Nachrichten und gelegentlich die Naturgesetze. Zweifellos gehörte schöpferische Umsetzungskraft zu seinen großen Talenten. Zu seiner Geburt seien ein Stern und ein doppelter Regenbogen erschienen. Dass ich nicht lache. So beginnt bei mir jeder Samstag.
Am bekanntesten dürfte er der westlichen Welt sein, weil er zusammen mit Alec Baldwin eine Verschwörung gegen die linkspolitische Elite Hollywoods schmiedete, die letztlich vom Team America verhindert werden konnte. Tatsächlich war Kim Jong-il ein bekennender und bekannter Sammler von Hollywood-Filmen, und ich glaube fest daran, dass Team America in seiner Sammlung steht.
Sein Werdegang und seine Ausbildung sind schwerlich dokumentiert, aber reichlich besungen; von mir aus können wir gleich den Osterhasen fragen. Zumindest ist sein politischer Aufstieg ab den 60er Jahren öffentlich, der Rest ist Jubel und Militär. Gelebt hat er wie die Made im Speck, während er sich seinem hungernden Volk als Wundertüte präsentierte. Es bleibt abzuwarten, ob sein debiler Moppelsohn dieses Format an Abgefeimtheit je erreichen kann. | | fakeFCKRemove  fakeFCKRemove Kim Jong-il 1941 - 2011 |
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fakeFCKRemove  fakeFCKRemove Václav Havel 1936 - 2011
| | Václav Havel Ein ganz Lieber Der junge, feinsinnige Václav wuchs im kommunistischen Tschechien der 50er Jahre auf, und wegen der Kommunisten konnte Havel nicht studieren, sondern musste jobben. Das heißt, er konnte schon, aber halt nichts Schönes, sondern nur Wirtschaft oder Technik. Das war alles nix. Auch nicht der Militärdienst – aber der führte ihn immerhin über den Weg des Technikers zur Bühne. Endlich.
Mit der Kunst in Berührung gekommen, konnte Václav Havel endlich wirken und schaffen, und hier schrieb der polnische Bühnentechniker seine ersten Stücke. Seine Karriere gedieh. Aber Havel war nicht ehrgeizig, sondern Idealist. Seine Bekanntheit gab ihm eine Stimme, und die setzte er 1967 erstmals öffentlich gegen den Kommunismus ein. Das musste ja kommen.
Es folgt ein Jahrzehnt voller Schikanen und Verhaftungen, Strafen und Beschränkungen, die Havel mit dichterischem Stolz auf sich nimmt. Gleichzeitig wachsen seine Bekannt- und Beliebtheit in der BRD. Je mehr er in Deutschland gewinnt, desto enger wird es in der Tschechoslowakei für ihn. Und umgekehrt natürlich. Rowohlt ist sein Hausverlag. Und je mehr sein dichterisches Feld beschnitten wird, desto größer wird sein politisches. Als 1989 bei uns die Mauer fällt, ist es in seiner Heimat Václav Havel, der die Revolution samten ins neue Zeitalter hinüberstreichelt. Nach der Trennung seines Landes war er noch zehn Jahre lang Präsident der Tschechischen Republik.
75jährig verstarb er in seinem Haus im Riesengebirge. |
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Cheeta Ein Affenkonzept Ein Affe ist gestorben, in einem Altersheim für Showtiere. Sein Pfleger behauptete, es sei Tarzans Affe Cheeta aus den Weissmueller-Filmen gewesen, denn der Pfleger hat damit in den letzten Jahren den ein oder anderen guten Dollar verdient. Aber die Rolle Cheeta wurde in Film und Fernsehen von insgesamt 14 verschiedenen Schimpansen, einem Orang Utan und einem Menschen gespielt, je nachdem, ob Cheeta gerade schreien, klettern oder Tarzan beim Waxing helfen sollte. Und 80 Jahre wäre für einen Schimpansen ein sehr hohes Ausnahmealter. Diese Pflegergeschichte ist also sehr fragwürdig. Aber zumindest ist ein Schimpanse, der beim Film gearbeitet hat, im Dezember tatsächlich am Alter gestorben, und wenn er als Tarzans Cheetah gefeiert und gewürdigt wird, dann sei dem so. Stellvertretend für seine 15 Kollegen. Von denen nur noch einer lebt, aber auch schon uralt ist. Also viele Cheetas wird man der Welt nicht mehr weismachen können. | | fakeFCKRemove  fakeFCKRemove Cheeta? 1931 - 2011 |
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fakeFCKRemove  fakeFCKRemove Johan Marius Nicolaas Heesters 1903 - 2011
| | Johannes Heesters Da geht er ins Maxim Jopi galt als der weltweit älteste noch auftretende Künstler! 108 Jahre wurde er alt. Das ist ziemlich unfassbar. 1921 stand der Holländer zum ersten mal auf einer Bühne; 1924 drehte er seinen ersten Stummfilm. Er sang auch bei den Comedian Harmonists vor und wäre aufgenommen worden, aber die Gage war ihm zu gering. Dennoch blieb er dem Gesang verbunden und widmete sich in den 30er Jahren der Operette. Hitler gefiel das, den Holländern gefiel das. Aber die 30er Jahre waren auch die Zeit des entstehenden Kinos, und jeder, der halbwegs was taugte, wurde Filmstar. Heesters wurde protegierter deutscher Filmstar, und das gefiel den Holländern allerdings weniger. Mitläufertum hieß das damals; doch seine Filme waren keine Propagandafilme. Heesters war gerade eben so kein Rühmann. Heesters sang und spielte den Grafen Danilo aus der lustigen Witwe so oft (circa eine Trillion mal), dass Da geh ich ins Maxim mehr Heesters Evergreen wurde als der von Franz Lehár. Hollywood touchierte er in den 50ern. In den 60ern und 70ern kam die Zeit der großen Fernsehshows. In den 90ern folgte die Hochzeit mit Simone Rethel und das Aufarbeiten seiner angeblichen Nazi-Kollaboration. Heesters ließ sich mit 108 noch einen Schrittmacher einsetzen, was ich schon Chuzpe nenne. Am Heiligabend 2011 verstarb diese steinalte Showlegende. Je älter er wurde, desto häufiger ging er wieder auf die Bühne. Noch mit 105 spielte er im Jedermann den Gott. Darüber können die beiden ja nun persönlich plaudern. |
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Sie alle haben uns etwas geschenkt; sie alle bleiben in unserer Erinnerung.
Arbeiten wieder aufgenommen
Arbeiten am Jubiläumsstück
Keine unserer Produktionen war jemals solchen Stürmen ausgesetzt: Seit zwei Jahren proben wir an diesem Stück, und von Anfang an litten wir unter Ausstiegen und Umbesetzungen aufgrund von Krankheit, Beruf oder Familie (= Mischung aus Krankheit und Beruf). Der schwerste Schlag, den wir bisher wegstecken mussten: Mein guter Freund Andi, Mitbegründer dieser Gruppe vor 20 Jahren, legte seine Hauptrolle nieder und muss nun noch umbesetzt werden. Alles an solch einem Projekt schreit danach, es niederzulegen.
Mache ich aber nicht. So dicht vor der Aufführung (es ist bald Mai!) kann ich gerne auch live damit scheitern. Der Vorhang geht auf. Basta.
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Krisengipfel 2012, Dominik merkt mal wieder gar nichts
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(...siehe auch Termine)
(...siehe auch Theatergruppe Characters)
(...siehe auch Rubrik Characters)
diesen Monat
Neue Umfrage für Januar
Oh, Themen gibt es reichlich: Präsident Wulff, die Costa Concordia und andere Untergänge. Bleiben wir lieber beim Präsidenten, aber das Boot behalte ich im Auge.
So also rief Präsident Wulff bei der Bildzeitung an und schimpfte ein unverlangtes Exklusiv-Interview direkt auf den Anrufbeantworter mit der Anweisung um Geheimhaltung. Irgendwelche Kreditkacke, die nicht mal sonderlich korrupt war. Aber der Umgang mit der Presse - sagenhaft! Da kann man auch gleich ein Streichholz ins Feuer werfen, um das Öl zu löschen.
Hat Herr Wulff diesen Aufruhr verdient? Darf man einem solchen Mann (siehe Foto Chefredakteur) trauen? Oder gar seinem Anrufbeantworter? Oder gilt allein das schon als schlechter Umgang?
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| Diek und doof |
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Bitte beteiligen Sie sich reichlich!
(...hier geht's zur Umfrage)
vom letzten Monat
Alte Umfrage
Weihnachtsbaumschmuck war das Thema. Ich hatte zur Auswahl gestellt: Dezent, originell, überladen oder gar kein Baum. Und: Die Überladenen machen die Wahl! Jippiiiieh! Die Dezenten bilden das Schlusslicht. Mittelfeld: Jedes Jahr anders schmücken oder gar kein Baum. Dass doch so viele baumlos feiern, hätte ich nicht erwartet. Mit 21 % fast ein Viertel aller Befragten.
Ihr verdammten Heiden.
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Alle Angaben in EggNoggProzent
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im Februar
Mayer in der Bütt
Das klingt ja fast wie "Jugend in der Bütt". Ich erschrecke gerade, weil mir einfällt, dass ich das als Kind immer voll gerne geguckt habe. Jedenfalls habe ich es für dieses Jahr endlich wieder hingekriegt, einen Gastredner-Auftritt für die Selbolder Narren zuzusagen.
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Buff-Däääh: Büttenprobe in tristem Schwarz
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Kostüm habe ich noch keines. (Haben Sie vielleicht eine Idee?) Beim letzten mal ging ich als Groucho Marx, aber andererseits darf nur der Bürgermeister einen Frack tragen, und wir teilen uns wieder eine Garderobe.
Ich hoffe, wir sehen uns in der Gründauhalle! 4. und 11. Februar!
(...siehe auch Termine)
(...siehe auch Selbolder Narren)
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...und nie mehr Angst haben vor Aufziehspielzeug
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Abschlussbild
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...Katzen. |
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